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Barbing – Mit einem klaren Zeichen der Geschlossenheit und des Aufbruchs haben die Freien Wähler / BürgerForum Barbing am vergangenen Sonntag ihre personellen Weichen für die Kommunalwahlen am 8. März 2026 gestellt. In der Aufstellungsversammlung im Vereinsheim Eltheim wurde Hans-Peter Landsmann mit 100 Prozent der Stimmen einstimmig als Bürgermeisterkandidat nominiert. Ebenfalls ohne Gegenstimme beschlossen die Wahlberechtigten die Gemeinderatsliste mit 20 Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Ortsteilen der Gemeinde.
Martin Laumer schlug den Vorsitzenden des Ortsverbandes offiziell als Bürgermeisterkandidaten vor und brachte es in seiner Begründung auf den Punkt: „Er ist der Richtige für Barbing.“ Die Versammlung folgte diesem Vorschlag einstimmig. Landsmann zeigte sich sichtlich erfreut über das klare Votum und nahm die Kandidatur dankend an. Bereits bei der Kommunalwahl 2020 hatte er die Barbinger Freien Wähler als Bürgermeisterkandidat in den Wahlkampf geführt.
In seiner ausführlichen Kandidatenrede machte Landsmann deutlich, dass er sich die Entscheidung für eine erneute Kandidatur sehr bewusst und gründlich überlegt habe. Im Vorstand habe man zunächst mehrere mögliche Bewerber diskutiert. „Es hätte durchaus drei oder vier geeignete Kandidaten gegeben. Am Ende fiel die interne Entscheidung auf mich“, erklärte Landsmann. Ausschlaggebend sei auch der bevorstehende Umbruch im Barbinger Rathaus: Der bisherige Amtsinhaber kandidiert nicht mehr, die Karten würden neu gemischt. „Alle Kandidaten starten ohne Amtsbonus. Umso genauer werden die Wählerinnen und Wähler darauf achten, wer Erfahrung, Kompetenz und die richtigen Voraussetzungen für dieses Amt mitbringt.“
Landsmann verwies in diesem Zusammenhang auf seine langjährige kommunalpolitische Erfahrung. Seit 2014 gehört er dem Barbinger Gemeinderat an, seit 2020 ist er zudem Mitglied des Kreistags. Zwölf Jahre lang habe er sich mit voller Kraft in die Gemeinderatsarbeit eingebracht, viele davon als Fraktionsvorsitzender. Darüber hinaus bringe er umfassende unternehmerische Erfahrung mit: Als selbstständiger Autohausbesitzer in Regensburg führt er seit rund 30 Jahren erfolgreich ein mittelständisches Unternehmen. „Ich weiß, wie man Verantwortung übernimmt, Entscheidungen trifft und Strukturen führt“, so Landsmann.
Der 58-Jährige, Vater zweier erwachsener Kinder, betonte zudem seine gute Vernetzung weit über die Gemeindegrenzen hinaus – in Barbing selbst, im Landkreis, in Politik, Wirtschaft, Vereinen und Ehrenamt. „Ich bin alt genug, um Erfahrungen aus all diesen Bereichen für unsere Bürgerinnen und Bürger einzubringen, und zugleich jung genug, um ein frisches, mutiges und engagiertes Gemeindeoberhaupt zu sein“, erklärte er. Er könne sich gut vorstellen, das Amt für eine oder auch zwei Wahlperioden auszuüben.
Ein zentrales Anliegen sei ihm ein neuer Stil in der Gemeindepolitik. „Wir brauchen einen Wechsel – auch in der Art, wie auf Herausforderungen geblickt wird“, sagte Landsmann. Barbing könne gut einen Bürgermeister gebrauchen, „der die Welt ein wenig anders sieht, als sie bisher gesehen wurde“. Dass dieser Bürgermeister ein Freier Wähler sei, halte er für naheliegend: „Die Hälfte der Bürgermeister im Landkreis sind bereits Freie Wähler – wir sind nichts Exotisches mehr“, sagte er augenzwinkernd.
Auch zur künftigen Arbeit im Gemeinderat äußerte sich Landsmann klar. Zwölf Jahre Oppositionsarbeit hätten gezeigt, dass Gestalten auch ohne eigene Mehrheit möglich sei – wenn man bereit sei, das Gespräch zu suchen. Angesichts von voraussichtlich fünf Fraktionen im neuen Gemeinderat sei eine klare Mehrheit einer einzelnen Gruppierung ohnehin unwahrscheinlich. „Genau deshalb braucht es einen Bürgermeister, der integrieren kann, der vermittelt und Projekte über Fraktionsgrenzen hinweg zusammenführt. Ich will ein Bürgermeister für alle sein“, betonte Landsmann.
Großen Wert legte er auch auf die Vorstellung der Gemeinderatsliste. Gemeinsam mit seinem Vorstandsteam habe er sich frühzeitig auf die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten gemacht. „Es war in diesem Jahr tatsächlich nicht einfach, Menschen zu gewinnen, die sich zur Kandidatur bereit erklären. Umso stolzer bin ich, dass wir eine vollständige Liste präsentieren können – und davon bin ich überzeugt: mit den besten Leuten aus der gesamten Gemeinde“, sagte Landsmann sichtlich erfreut.
Die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten wurden in folgender Reihenfolge einstimmig bestätigt:
- Hans-Peter Landsmann (Barbing)
- Elisabeth Betz (Barbing)
- Tobias Hafner (Eltheim)
- Stefan Bösmiller (Barbing)
- Margret Haslbeck (Unterheising)
- Jürgen Deinhart (Auburg)
- Markus Linner (Barbing)
- Martin Laumer (Barbing)
- Tobias Paroth (Barbing)
- Clemens Paap (Barbing)
- Johanna Böhm (Barbing)
- Markus Hildebrand (Sarching)
- Gerhard Böhm (Barbing)
- Christina Seidl (Barbing)
- Markus Niebauer (Auburg)
- Andreas Seitz (Barbing)
- Yannic Landsmann (Barbing)
- Lisa Suckert (Friesheim)
- Karl Heinz Haslbeck (Unterheising)
- Thomas Schachtner (Eltheim)
Als Ersatzkandidat stellte sich Reimund Schnurrer (Barbing) zur Verfügung, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde.
Zu den ersten Gratulanten zählten Landrätin Tanja Schweiger, Staatssekretär Tobias Gotthardt sowie Kreisvorsitzender Harald Stadler, der auch die Nominierungsversammlung leitete. Stadler erinnerte in seinem Grußwort an den Leitspruch des Barbinger BürgerForums seit seiner Gründung im Jahr 2011: „Demokratie lebt vom Mitmachen.“ Er hob besonders hervor, dass die Liste Kandidatinnen und Kandidaten aller Altersgruppen, zahlreiche junge Frauen, viele verschiedene Berufe sowie engagierte Ehrenamtliche, Vereine und damit einen breiten Querschnitt der Gemeinde abbilde. Dem schlossen sich Schweiger und Gotthardt an und gaben Einblicke in ihre Arbeit im Landratsamt, im Kreistag und im Landtag.
Mit lang anhaltendem Applaus endete eine Versammlung, die nicht nur ein starkes personelles Signal setzte, sondern auch den Anspruch der Freien Wähler / BürgerForum Barbing unterstrich, mit klaren Sachthemen, fundierten Konzepten und einem fairen Wahlkampf in die Kommunalwahl 2026 zu gehen.